Linie 5: SPD/DIE LINKE erzwingen erneute Prüfung der Trassenführung

26 Nov 2020
Michael Egger
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In der heutigen Stadtratssitzung wurde auf Drängen der SPD/DIE LINKE-die soziale fraktion die Entscheidung der künftigen Trassenführung der Linie 5 wegen zusätzlichem Beratungsbedarfs vertagt. Dazu Dr. Florian Freund: „Wir begrüßen es außerordentlich, dass der Augsburger Stadtrat heute dem Vorschlag der Verwaltung nicht gefolgt ist und die Entscheidung vertagt hat. Dies ist ein Zeichen, dass unsere Bemühungen um die bestmögliche Trassenführung Früchte tragen. Bereits im Vorfeld hat die soziale fraktion die Variante der Verwaltung äußerst kritisch gesehen und deswegen erneut die Variante von Herrn König und Herrn Schnierle ins Spiel gebracht.“

Dirk Wurm, stellvertretender Vorsitzender: „Unserer Fraktion ärgert es sehr, wie von Seiten der Verwaltung mit dem wichtigen Projekt Bahnhofstunnel und Trassenführung der Linie 5 in den letzten Jahren umgegangen wurde. Der Eindruck, dass andere Vorschläge bei der Entscheidung keine Rolle spielen dürfen- egal ob es eventuell die schnellere, kostengünstigere und umweltbewusstere Variante ist, hat sich in der letzten Zeit immer mehr verfestigt. Weshalb die König/Schnierle Variante nicht von Anfang an geprüft wurde spricht Bände und ist nicht nachvollziehbar Jetzt muss es darum gehen, dass ehrlich, transparent und tatsächlich ergebnisoffen die Variante König/Schnierle geprüft wird, um die Vor- und Nachteile gegenüber der Trassenführung der Stadtwerke und der Bauverwaltung offenzulegen.“

Zudem sieht SPD/DIE LINKE-die soziale fraktion auch eine Kostenuntersuchung zwischen der Verwaltungsvariante und der Variante König/Schnierle für zwingend notwendig. Dirk Wurm: „die in der Beschlussvorlage aufgeführte Variante 5a, welche sich an der Variante König/Schnierle zwar angelehnt ist, aber sich in einem entscheidenden Punkt unterscheidet: die ursprüngliche Trassenführung von König/ Schnierle, sieht keinen eigenen Gleiskörper in der Rosenaustraße vor und könnte somit günstiger werden.

Dr. Stefan Kiefer, Stadtrat: „Wir brauchen ein natur-und artenschutzgerechtes Gutachten für die Frage, ob Bäume in der Rosenaustraße bei der König/Schnierle Variante gefällt werden müssten. Allein auf die Aussage des Baureferenten, dass die Bäume gefällt werden müssen, können und wollen wir uns nicht verlassen. Nördlich der Pferseer Straße gibt es zwei große Grünzüge, nämlich die Wertachauen. Es ist unter anderem zwingend notwendig zu untersuchen, welche Eingriffe in den Grünzügen und in der Rosenaustraße notwendig sind. Bei der ehrlichen Bewertung der Umweltbelange gehört nach unserem Verständnis auch die Betrachtung der voraussichtlichen Restlebensdauer von möglicherweise wegfallenden Bäumen und die Möglichkeit von Nachpflanzungen vor Ort dazu.“

„Entscheidend für die künftige Trassenführung ist auch die Leistungsfähigkeit, und nach unseren Informationen ist die Variante König/Schnierle ist die kürzere und geradlinigere Strecke. Somit spart sie Fahrtzeit ein und wird dadurch attraktiver für die Kunden des ÖPNV.“, so Stadträtin Tatjana Dörfler.

F.d.R.

Michael Egger

Fraktionsgeschäftsführer

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