Lolli-Testungen an Schulen und Kitas

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,

in der derzeitigen dritten Welle der Pandemie steigt die Zahl der infizierten Kinder und Jugendliche besonders stark an. Darauf hat zuletzt das Robert Koch-Institut hingewiesen. Der Inzidenzwert bei Kindern bis 14 Jahre hat sich in den vergangenen Wochen mehr als verdoppelt. Auch kleine Kinder sind immer häufiger betroffen. Zunehmend gibt es auch in den Kitas Covid 19-Ausbrüche. Laut Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat sich der Anteil der Infektionen bei Kindern im Alter bis 5 Jahren seit Mitte Februar vervierfacht. Ende März seien in einer Woche etwa 6.300 Fälle in dieser Altersgruppe bekannt geworden. Bei den vermehrt zu beobachtenden Infektionen bei Kindern und Jugendlichen spielt auch die leichter übertragbare Virusvariante eine Rolle.

Um eine dritte Welle so gut wie möglich in den Griff zu bekommen, setzt man jetzt verstärkt auf Testungen an Schulen und Kindergärten. Ab jetzt muss an den Schulen mindestens zweimal die Woche getestet werden.

Grundsätzlich wenden Ärzte bei Kindern die gleichen Tests an wie bei Erwachsenen: Entweder sie führen einen Antigen-Schnelltest durch oder sie schicken einen Abstrich aus dem Nasenrachen- oder tieferem Rachenraum zur PCR ins Labor. Nasenabstriche sind eine sehr unangenehme Prozedur für Kinder und viele Kinder halten dabei nicht still, was zu erheblichen Verletzungen führen kann.

Um die Akzeptanz und die Bereitschaft der Kinder und deren Eltern bei den notwendigen Testungen zu erhöhen, setzt die Stadt Köln auf eine neue Testvariante, der sogenannten „Lolli- Methode“.

Zweimal wöchentlich lutschen Kinder 30 Sekunden lang an einem Abstrich-Tupfer wie an einem Lolli. Bei der „Lolli-Methode“ handelt es sich um eine nichtinvasive und damit kinderfreundliche Probeentnahme, die einen sensitiven Nachweis von SARS-CoV-2 ermöglicht. Die Proben werden in Folge im sogenannten Pool-Verfahren getestet. Alle Tupfer einer Kita-Gruppe werden in ein gemeinsames Sammel-Röhrchen platziert und in einer PCR-Untersuchung im Labor getestet. Die Erzieher*innen können ebenfalls mitgetestet werden. Dieses Test-Programm stößt bei den Eltern und Kita-Personal auf breite Akzeptanz und eine hohe Bereitschaft zur Unterstützung. Im Falle einer positiven Testung erfolgt ein PCR-Test für die gesamte Klasse bzw. Kindergartengruppe.

Da auch in Augsburg die Zahl der Covid-Fälle gerade bei den Kindern und Jugendlichen rasant angestiegen ist, sieht die SPD/DIE LINKE-die soziale fraktion die Notwendigkeit mehr Testungen bei Kindern und Jugendlichen durchzuführen. Dabei kann dieses in der Stadt Köln praktizierte und bewährte Konzept der „Lolli Testungen“ einen enormen Beitrag leisten.

Die SPD/ DIE LINKE-die soziale fraktion stellt deshalb folgenden

Antrag:

Die Verwaltung wird beauftragt, sogenannte „Lolli-Testungen“ bei den Augsburger Kindertagesstätten und Schulen für Kinder unter 14 Jahren einzuführen.

Mit freundlichen Grüßen

gez.

gesamte Fraktion

Antrag Lolli Testungen an Schulen und Kitas

 

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