SPD-Fraktion fordert Lösungen für Schüler*innen und dem Lehrkörper der Hermann-Schmid-Akademie

10 Mrz 2020
Michael Egger
212

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

Die SPD-Fraktion wurde am Freitag, den 06.03.2020 von dem Vorschlag der CSU-Stadtratsfraktion völlig überrascht, dass die Stadt Augsburg das Gebäude der Hermann-Schmid-Akademie erwerben und dieses ausschließlich für den Schulbetrieb des Peutinger-Gymnasiums zur Verfügung stellen soll. Die Schüler*innen des Peutinger-Gymnasiums, haben zweifelsohne ein berechtigtes Interesse an der Verbesserung ihrer Raumsituation. Auch die SPD-Stadtratsfraktion hat sich in der Vergangenheit mehrmals für eine zukunftsorientierte Lösung für den ordnungsgemäßen Schulbetrieb des Gymnasiums ausgesprochen.

Allerdings stößt der Antrag der CSU-Fraktion der kompletten Schulfamilie der Hermann-Schmid-Akademie (HSA) vor dem Kopf. Denn auch sie wusste im Vorfeld nichts über die Planungen und wurde völlig überrumpelt. Diese Herangehensweise löst auch aus unserer Sicht zu Recht Proteste der Schulfamilie aus, denn zu Recht hat die Unterbringung der Schüler*innen der aufzulösenden Privatschule Vorrang vor allen anderen Überlegungen.

Für die SPD-Stadtratsfraktion ist es jetzt wichtig, schnellstmöglich Lösungen für die betroffenen Schüler*innen und den Lehrkörper zu finden, bevor man sich mit der Folgenutzung des Gebäudes auseinandersetzt. Die Kapazitäten in Augsburgs Realschulen sind bekanntlich schon jetzt ausgelastet. Daher muss aus unserer Sicht dringend geprüft werden, ob nicht zumindest die Real- und Wirtschaftsschule übergangsweise weitergeführt werden kann, bis die jetzigen Schüler*innen ihren Schulabschluss erworben haben. Hierzu könnte die Rudolf-Diesel-Realschule als eine Art Außenstelle einer staatlichen bzw. städtischen Realschule fungieren.

Sollte eine Übergangsnutzung wie oben beschrieben nicht möglich sein, könnte ggf. eine Unterbringung der 180 betroffenen Schulkinder in der städtischen Reischleschen Wirtschaftsschule erfolgen. Derzeit ist diese Schule 4 zügig. Zusammen mit beiden Schulfamilien muss schnellstmöglich eine Prüfung erfolgen, ob die RWS ab dem kommenden Schuljahr 6 zügig werden kann. Des Weiteren gibt es noch eine weitere private Wirtschaftsschule mit staatlicher Anerkennung, die Frenzel Wirtschaftsschule. Vielleicht besteht ggf. von dieser Schule Interesse einen Teil der betroffenen Schüler*innen zu übernehmen.

Aus diesem Grund stellt die SPD-Stadtratsfraktion folgenden

Antrag:

1;      Die Verwaltung wird beauftragt, mit der Regierung von Schwaben und dem Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus schnellstmöglich in Gespräche zu treten, mit dem Ziel die Wirtschaftsschule und die Rudolf-Diesel- Realschule übergangsweise als staatliche Real- bzw. Wirtschaftsschule weiterzuführen. Dabei ist auch auf die Übernahme der Lehrer*innen in die entsprechende Schulform vorrangig zu drängen.

 

2;      Die Verwaltung wird beauftragt, ein schriftliches Konzept für die Stadtratssitzung am 19.03.2020 vorzulegen, aus dem hervorgeht, wo die betroffenen Schülerinnen, Schüler und der Lehrkörper in Augsburg untergebracht werden sollen, sofern sich Ziffer 1 nicht realisieren lässt.

 

3;      Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, mit welchen Maßnahmen die Reischlesche Wirtschaftsschule ggf. temporär von 4 auf 6 zügig erweitert werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

gez.                                                                        gez.                                                                  gez.                                                          gez.

Dr. Florian Freund                                             Angela Steinecker                                        Hüseyin Yalcin                                       Jutta Fiener

Fraktionsvorsitzender                                      Stadträtin                                                       Stadtrat                                                   Stadträtin

In PDF herunterladen: SPD-Fraktion fordert Unterbringung der HSA Schüler und Lehrer

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